Depression-Selbsttest: In 2 Minuten mehr Klarheit
Du fühlst dich seit einer Weile antriebslos, leer oder niedergeschlagen und fragst dich, ob das mehr ist als ein Tief? Dieser kurze Selbsttest hilft dir, deine Situation besser einzuschätzen. Er dauert etwa zwei Minuten, ist anonym und speichert keine Daten.
Was dieser Test misst
Der Selbsttest ist angelehnt an den PHQ-9, einen Gesundheitsfragebogen, der weltweit in Arztpraxen, Kliniken und der Forschung eingesetzt wird. Er ist wissenschaftlich gut untersucht und gilt als zuverlässiges Instrument, um depressive Beschwerden zu erkennen und ihre Stärke einzuschätzen.
Die neun Fragen entsprechen den Anzeichen, nach denen Fachleute eine Depression beurteilen: Stimmung, Freude und Interesse, Schlaf, Energie, Appetit, Selbstwert, Konzentration, körperliche Unruhe oder Verlangsamung sowie Gedanken an den Tod.
So kannst du dein Ergebnis einordnen
Der Test unterscheidet fünf Stufen:
0 bis 4 Punkte: keine oder kaum depressive Beschwerden
5 bis 9 Punkte: leichte Beschwerden
10 bis 14 Punkte: mittelgradige Beschwerden
15 bis 19 Punkte: ausgeprägte Beschwerden
20 bis 27 Punkte: schwere Beschwerden
Ab etwa 10 Punkten sprechen Fachleute von deutlichen Beschwerden, die eine fachliche Abklärung sinnvoll machen.
Was der Test kann und was nicht
Der Test ist ein guter erster Hinweis, aber keine Diagnose. Er kann nicht berücksichtigen, was in deinem Leben gerade los ist, ob körperliche Ursachen hinter deinen Beschwerden stecken oder ob vielleicht eine andere Erkrankung vorliegt. Das kann nur ein ausführliches Gespräch mit einer Fachperson klären.
Auch ein niedriges Ergebnis bedeutet nicht, dass deine Belastung nicht ernst zu nehmen ist. Wenn du dich schlecht fühlst, darfst du dir immer Unterstützung holen, egal was ein Test sagt.
Damit bist du nicht allein
Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit rund 320 Millionen Menschen betroffen. In Deutschland haben rund 8 Prozent der Erwachsenen deutliche depressive Beschwerden, Frauen häufiger als Männer. Und die gute Nachricht: Depressionen lassen sich in der Regel gut behandeln.
Dein Mini-Schritt: Ergebnis festhalten
Notiere dir dein Ergebnis mit Datum, zum Beispiel in der Notizen-App. Mach den Test in zwei Wochen noch einmal. So siehst du, ob deine Beschwerden gleich bleiben, stärker werden oder nachlassen. Wenn du dir Unterstützung holst, ist dieser Verlauf außerdem eine wertvolle Information für das erste Gespräch.
Wenn du daran denkst, nicht mehr leben zu wollen, hol dir bitte sofort Hilfe: bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder im Notfall unter 112.
Du möchtest über dein Ergebnis sprechen?
In der Praxis Theo Paxino in Stuttgart begleite ich Menschen mit Depression, Erschöpfung und Lebenskrisen, vor Ort oder per Video. Termine gibt es meist kurzfristig, auch abends nach 18 Uhr. Für Selbstzahler und Privatversicherte.
Auch interessant: Burnout oder Depression? · Der ausgelaugte Burnout-Typ
Quellen: PHQ-9 nach Kroenke, Spitzer & Williams (2001), deutsche Fassung nach Löwe et al.; Weltgesundheitsorganisation, Factsheet Depression (2026); Robert Koch-Institut, DEGS1.




